Läufer berichten ...

 

     
Bericht:   Michael Müller (04.07.2011)  "100 meilenlauf - thüringen ultra"
   


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Michael Müller

Moin moin.

Ich habe es mir am Wochende auch gegeben. Bin beim 100 Meilenlauf im Rahmen des Thüringenultra gelaufen. Start für mich war Freitagabend um 19 Uhr. Ging von Fröttstädt über Gotha und Hörselberg nach Sondra (km 71), wo wir auf die 100 km Strecke trafen. Ruhlaer Skihütte war km 85. Dort hatte ich frische Sachen deponiert. Mein linker Oberschenkel wollte allerdings nicht so wie ich. Runter konnte ich anfangs gar nicht mehr laufen, nur langsam spazieren. Dann ging gar nix mehr. Bei km 95 habe ich für mich entschieden, den Lauf zu beenden. Duschen war danach sehr gut, hätte noch ewig unter der Dusche stehen können. Habe auch gleich gefragt ob der 100 Meilen Lauf wirklich nur einmalig stattfand. Aussage war, evtl. noch mal bei einem erneuten Jubileum des 100 km Laufes. Trotz allem hat es noch Spaß gemacht.

Man macht ja mal jeden Sch... mit. 

Gruß Michael

 

     
Bericht:   Martin Sommer (04.07.2011)  "halbmarathon in trier"  
   

Hallo ihr Lieben,

nachdem eine Woche vergangen ist, kann ich nun endlich dir diese Mail schreiben: ich bin in Trier gestartet und war mit in der Spitzengruppe und ich lag über 3 min vor meiner zeit aus dem letzten Jahr. doch ab Kilometer 5 habe ich schreckliche schmerzen in den Schienenbeinen bekommen und mich bis Kilometer 10 durchgekämpft, doch dann ging es einfach nicht mehr. ich konnte letzte Woche noch nicht zum Arzt, das werde ich diese Woche nachholen. die Schmerzen sind immer noch vorhanden und das auch beim normalen gehen... es tut mir wirklich leid und ich selbst war überaus enttäuscht und traurig und musste mich davon erst einmal erholen... ich versuche so schnell wie möglich zurückzukommen, aber es sieht so aus, also würde es länger dauern. das einzig Fazit, was ich aus Trier mitnehmen konnte, war, dass ich ein hohes tempo unter 4:00 min mitgehen konnte und mich sehr gut gefühlt habe. ich hoffe, dass ich das Niveau halten kann und dann eventuell in halle im September noch mal was laufen kann. Wenn nicht, dann in Weimar auf der HM -Distanz.
 


Bild: Martin Sommer

Liebe Grüße

Martin
 

     
Bericht:   Michael Müller (14.05.2011)  "hollenlauf in bödefeld"
   


Bild:
Michael Müller

Am Samstag habe ich beim Hollenlauf in Bödefeld im schönen Sauerland teilgenommen. Zur Auswahl standen 13, 21, 42, 67 und 101 km. Ich hatte mich für die 42 km entschieden. Auf der waren es jeweils 1140 m im Auf- und Abstieg. Sollte nur ein langsames Trainingsläufchen in 4:44:44 werden. Nun gut, durch Unterhaltungen mit anderen Mitstreitern wurde es dann eine Zeit von 4:19:29 Dies reichte zu Platz 11 gesamt und zum 2. Platz in der AK

 

     
Bericht:   Raimund Neske (19.04.2011)  "fishermans friend strongman run"  
   

Hallo,

ich bin wieder zurück vom Nürburgring, eine sehr schöne Gegend mit viel Motorsportflair. Die Nordschleife ist am Wochenende Treffpunkt von Jung und Alt aus vielen Teilen Europas, um mal richtig Gas geben zu können..
Mein Ziel lag aber auf der Formel 1 Strecke. Im Innerraum war alles Offizielle vom Veranstalter aufgebaut, aber die Laufstrecke lag vor allem im Aussenbereich. Schon am Samstag viel Andrang im gesamten Ring-Center. Ich habe am Samstag Abend, nach einem offiziellen Autorennen, versucht aufs Gelände zu kommen und unsere Laufstrecke mit Hindernissen zu erkunden. Sehr interessant, auch ohne die Läuferscharen, sehr viele Steigungen, Laufstrecken über Wiesen, Bauschutt, Erdhügel, losen Kies (Kiesbett neben der Rennstrecke, Treppen u.ä. Das waren aber nicht die offiziellen 14 Hindernisse. Wasserlöcher, Schlammpassagen, hohe Strohhindernisse, die nur im Team zu überwinden sind, das nur einige Höhepunkte. Los ging es um 12.00 Uhr am Sonntag, bereits um 11.00 Uhr war der erste Bereich der Start und Zielgeraden gut gefüllt, jeder wollte weit vorne stehen um


Bild: Raimund Neske

den Wartezeiten an den Hindernissen zu entgehen. Eine Stimmung, nicht zu beschreiben. So ging es los mit "Hells Bells" von AC/DC und am ersten Hindernis grosse, aber lustige Warterei. In der ersten Runde (ca. 9,8km) wurde noch viel gescherzt, in der 2. Runde speziell an den grossen Steigungen war es sehr ruhig, jeder kämpfte mit sich selber. Dabei ist nicht zu vergessen, die permanente Gefahr sich zu verletzen. Von Umknicken bis zu blutenden Wunden und Kreislaufproblemen ist alles dabei. An jedem Hinderniss ist TAW und mindestens 1 Krankenwagen stationiert. Gerade in der 2. Runde lässt die Kraft sehr schnell nach. Die Belastung an den Hindernissen ist völlig ungewöhnlich für normale Läufer, auch die völlig durchnässten Sachen (bei 8-10 Grad) von den Wasserhindernissen lässt die Muskeln gerade bei den Wartezeiten an den Hindernissen sehr schnell erkalten, das macht das Ganze noch extremer.
Dieser Lauf ist eine Erfahrung der ganz anderen Art. Ich habe alles gut überstanden, keine Verletzungen (auch nicht Fussverstauchungen, wo ich ja Experte bin), mit meinem allgemeinen Laufen bin ich sehr zufrieden. Die Erlösung und damit auch die Begeisterung nach Zieldurchlauf auf der langen Start / Zielgeraden ist nicht zu beschreiben. So glückliche Läufer in dieser grossen Anzahl habe ich noch nicht gesehen. Nach Zieldurchlauf kam sogar die Sonne heraus.
Bei aller Begeisterung muss man nüchtern einschätzen, dass dieser Lauf auf Grund des enormen Verletzungsrisikos nichts ist für Leitungsläufer. Wer sich hier verletzt, der hat die meiste Zeit der Saison Ruhe. In Gesprächen habe ich erfahren, dass viele Läufer nur auf diesen Lauf trainieren. Positiv muss ich auch die absolute Kammeradschaft und Hilfsbereitschaft erwähnen. Man ist am Hindernis nie allein, helfende Hände gibt es immer, so wie man auch Hilfe sofort gibt.
Nach Begutachtung eines Teiles der Strecke hatte ich mir als Ziel 2h 30min gegeben, aber im Laufe des Rennens spielte Zeit keine Rolle mehr. Nach 2:23:40h war ich trotzdem im Ziel, auf Gesamtplatz 1291. Unter die ersten 2000 wollte ich kommen, alle Ziele erreicht. Aber das ist alles nicht wichtig, es zählt hier nur das Durchkommen und lächelnd durchs Ziel. Die Finisher Met. und das Finisher Shirt sind der Lohn.
Bitte unter der Web-Seite von "fishermans friend strongman run" nachsehen. Da gibt es lustige Bilder, übrigens auch viele verkleidete Läufer.
In Heyda kann ich noch etwas darüber erzählen.
Wie ich gelesen habe, war das ganze Team am Wochenende wieder mal sehr gut in Form, herzlichen Glückwunsch an alle.

Bis später.

Gruss Raimund